Mittwoch, 1. September 2010

Abschied & Willkommen

+++ 31. August 2010 +++
Der 31. August ist gekommen und nun heißt es Sachen packen und endgültig Abschied nehmen. Das wertvollste "Gepäck" sind dabei sicherlich die unvergessliche Erinnerungen an die vielen kleinen und großen Momente der vergangenen 16 Monate in den USA.

+++ 01. September 2010 +++
Nun schließt sich der Kreis am Dresdner Flughafen, wo mich Matthi und mein Papa in der Heimat empfangen. Vieles erscheint so vertraut und unverändert, und doch ist vieles anders. Eine spannende Zeit liegt nun vor uns.


Danke an all die fleißigen Leser und Kommentatoren dieses Blogs. Ich hoffe, euch damit einen kleinen Einblick in meine unzähligen Erlebnisse im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gegeben zu haben. Und vielleicht auch ein bißchen Fernweh bereitet, so dass auch ihr bald den Sonnenaufgang auf dem Haleakala auf Maui genießt, mit der Cable Car durch San Francisco fahrt, euch am Strand von Key West sonnt, durch die Straßen der "windy" City Chicago joggt, in die Geschichte der USA in Philadelphia & Boston eintaucht, den Sonnenuntergang auf dem Rockefeller Center in NYC genießt oder in den Bars von Manhattan die Nacht zum Tag macht.

Und mit Udo Jürgens' Lied im Ohr sage ich nun bye bye...

Ich war schon mehrmals in New York, ich war schon einmal auf Hawai'i, saß schon in San Francisco beim Weihnachtsmann auf dem Schoß...

Liebe Grüße, Anni.

Montag, 30. August 2010

Farewell Barbecue with Friends

Die letzte Abschiedsfeier ist gekommen. Gemeinsam mit Freunden veranstalten wir in meinem lieb gewonnenen Zuhause ein leckeres Barbecue und quatschen bis in die Nacht hinein. Als Erinnerung an unsere "Fotogang" schenkten mir Andreas, Christian und Peter ein Fotoalbum mit den schönsten Erinnerungsbildern unserer gemeinsamen Zeit. Danke, Jungs, ihr seid die Besten!!!

Sonntag, 29. August 2010

Finally: Last Weekend in New York City

Ich habe mir nichts mehr gewünscht, als das letzte Wochenende in New York zu verbringen. Einfach nochmal die Atmosphäre der Stadt genießen, und dabei den ein oder anderen unbekannten Flecken der Stadt erkunden.

Den Anfang macht der Liberty State Park, der noch im Bundesstaat New Jersey liegt. Von da aus hat man einen wunderschönen Blick auf die New Yorker Skyline und die Freiheitsstatue. Anschließend geht es mit der U-Bahn hinüber nach Manhattan. Nur wenige Meter vom Empire State Building entfernt liegt unser Hotel an der 5th Avenue. Zumindest einmal möchten wir Mitten in Manhattan aufwachen :)











Es ist gerade erst Nachmittag, und so nehmen wir die nächste Metro nach Brooklyn und wandeln da ein wenig durch die Straßen, vorbei an schönen Häusern und gemütlichen Cafés, auf der Suche nach dem ein oder anderen Drehort (un-)bekannter Kinofilme. Wir können sie zwar leider nicht so recht ausmachen, dafür kommen wir an einem Bully vorbei, in dem die dazugehörige Filmmusik gespielt...das war ein riesiger Zufall.

Nach einem leckeren Thailändischen Essen in einem begrünten Hinterhof, ging es zurück nach Manhattan, wo eine Tanzschule im Empire State Building zum Tanzabend einlud. Das ist zwar nicht die "typische" Weggehoption, aber für Tanzliebhaber genau das richtige :)

So sportlich wie der Samstag ausklang, so sportlich begann der Sonntag: mit einer wunderschönen Joggingtour durch den Central Park - einmal von Nord nach Süd mit einem kleinem Abschlusslauf entlang der 5th Avenue bis zurück zum Hotel. Die Belohnung für den vielen Sport folgte prompt mit einem leckeren französischen Frühstück im Le Pain Quotidien.

Am Nachmittag ging es für mich das erste Mal in den Stadtteil Queens, der ein wunderbar internationales Flair zu bieten hat. Wir schlenderten durch mexikanische, spanische und indische Straßenzügen, und ließen uns am Abend in einem lateinamerikanischen Restaurant schmecken.









Zum Ausklang des Wochenendes ging es in die Panoramabar The View im Marriott Marquis Hotel am Times Square. Die Bar macht ihrem Namen alle Ehre, denn von da aus hatten wir einen fantastischen Blick auf den Times Square, die umliegenden Wolkenkratzen und den Hudson River.

Der Abschied von New York hätte kaum besser sein können. Bis bald NYC!

Donnerstag, 26. August 2010

My last week in West Chester

Die letzte Woche in West Chester ist angebrochen. Auf Arbeit muss ich nicht mehr, aber die ein oder andere Seite der Diplomarbeit will noch geschrieben werden. Und so verbringe ich den Tag meist in der Bibliothek der Penn State University. Und wenn das Schreiben mal nicht so recht vorwärts geht, schaue ich den Biber ähnlich Tieren vor meinem Fenster zu. Zum Glück bleibt mir nach der Rückkehr in Dresden noch ein Monat Zeit, um die Arbeit zu Ende zu schreiben.









Zum Mittag treffe ich mich nochmal mit unserem kleinen Controlling-Team und serviere ihnen die lang versprochenen Sauren Eier in Senfsoße. Da wird bei uns allen schnell die Erinnerung an die Heimat ganz groß :) Außerdem geht es endlich einmal mit Andreas, Christian und Peter zu ihrem Lieblingschinesen zum Mittag.

Ein paar letzte Joggingrunden durch den Valley Forge, eine letzte Shoppingtour im Outlet Center, eine letzte Citytour durch Philly, ein Abendessen im Steakhouse und ein Barabend in West Chester, bei dem ich noch einen weiteren zukünftigen Kollegen kennen lerne...und natürlich darf auch ein Abschiedsessen in der Cheesecakefactory nicht fehlen...Und so vergehen die Tage wie im Flug.









Samstag, 21. August 2010

Farewell-Birthday-Party

Einmal bin ich ihr im Januar entkommen, aber nun ist sie auch für mich gekommen: die Farewell Party. Zusammen mit vier weiteren Praktikanten heißt es heute Abschied zu nehmen und unsere unvergessliche USA Zeit mit einer großen Party zu krönen. Unter den Farewell-Interns sind so einige Geburtstagskinder und so viel das Motto der Party auf "Kindergeburtstag" :) Mit lustigen Klamotten, Accessoires und bunten Papphütchen ging es zur Party, wo wir bis in den Morgen hinein feierten.









Tradition werden auch in der Intern-Community gepflegt und so gab es nun auch für mich eine riesige USA-Flagge mit lieben Grüßen & Wünschen und die Farewell-Slides mit Erinnerungen der vergangenen 16 Monate. Es ist ein komisches Gefühl, diese Erinnerungen nun selbst in der Hand zu halten. Bis dahin war ich immer nur Zuschauer, und nun stand ich selber in der Gruppenmitte und es ist für mich die Zeit gekommen, Abschied zu nehmen.

Freitag, 20. August 2010

My last Day at Siemens

Dieser Tag ist für keinen Intern unumgänglich...der letzte Tag des Praktikums. Für mich ist er heute gekommen, weshalb ich mit sehr gemischten Gefühlen gerade aufgestanden bin. Heute heißt es also endgültig Abschied zu nehmen von allen so lieb gewonnenen Kollegen.

Damit mir heute Abend nicht Decke daheim auf den Kopf fällt, gehen wir zu einem Baseballspiel der Phillies und danach noch bisschen was trinken. Am Samstag findet dann die offizielle Farewellparty mit unserer Intern Community statt, bei der wir sechs "Farewell-Kinder" sind.

Sonntag, 15. August 2010

Again...New York City

Manchmal muss man einfach spontan sein und auf seine innere Stimme hören. Und die sagte uns am Samstag Morgen "AUF NACH NYC". Also haben wir kurzer Hand ein Hotel gebucht und sind auch schon losgefahren.

Zum späten Nachmittag kamen wir in der Stadt an und sind geradewegs zum Times Square gelaufen, um nach Karten für ein Musical zu schauen. Dabei haben wir uns für das weniger bekannte Stück "In the Heights" entschieden, dass mich vor allem wegen seine verbreitenden Lebensfreude und Lateinamerikanische Musik interessierte. Das Stück spielt in Bronx, einem der fünf Stadtteile New Yorks, und stellte viele kleine Szene aus dem Leben seiner Bewohner dar. Dabei wurde viel getanzt, mitreißend gesungen, und durch die Lichttechnik erschien das Bühnenbild immer wieder in neuen Facetten. Danach wären wir am liebsten noch tanzen gegangen, allerdings wussten wir in der großen Stadt nicht recht wohin. Und so entschieden wir uns lieber für einen Drink in Greenwich Village, einem wunderbaren Viertel zum Weggehen - abseits von all den Touristen.









Den Sonntag Morgen haben wir am Ground Zero begonnen, um anschließend hinauf zum Central Park zu fahren, wo wir einfach nur dem bunten Treiben zuschauten. Wir fühlten uns wie in einer Kurzfilm-Vorstellung. Jede Gruppe, jedes Pärchen, jede Kutsche oder Rikscha, die an uns vorbei kamen, bildeten eine individuelle Sequenz. Ganz zu schweigen von dem Saxophonspieler, der in einer ruhigen Ecken fast nur für sich (und uns) spielte. Wie unbeschreiblich schön es doch ist, sich einfach mal Zeit zu nehmen, inne zu halten und zu genießen, anstatt sich hetzen zu lassen. Denn das sind die Momente, die einem am längsten in Erinnerung bleiben - nahezu unvergesslich!











Samstag, 7. August 2010

Architecture Tour: Fallingwater House

In Chicago hat mich die Architektur von Frank Lloyd Wright so in den Bann gezogen, dass ich mir unbedingt auch noch eines seiner bekanntesten Bauten anschauen wollte: das Fallingwater House. Dieses ist auch nicht weit von Philadelphia entfernt - nur reichlich vier Stunden Autofahrt und trotzdem noch im Bundesstaat Pennsylvania.

Gemeinsam mit Klaus, einem ebenfalls architekturbegeisterten Freund & Kollegen, bin ich am Samstagmorgen früh los gefahren, so dass wir gegen Mittag unser Ziel am Ohiopyle National Park erreichten. Mit Erstaunen musste ich feststellen, dass ich in der gleichen Gegend vor einem Jahr bereits schon mal zum Rafting gewesen bin. Allerdings war mir damals nicht bewusst gewesen, welche tolle Architektur ganz in der Nähe zu bewundern ist.











Nach einem kurzen Stopp an den Cucumber Falls (wörtlich übersetzt "Gurken Fällen"), fuhren wir zunächst zu einem kleineren Gebäude, das von Frank Llyod Wright geschaffen wurde: dem Kentuck Knob. Das Mitten im Grünen gelegene Haus war unglaublich schön und perfekt: Holz und Stein als Materialien, riesige Fenster, die einen weiten Blick in die Natur erlaubten und viel Licht ins Haus brachten, indirekte Beleuchtung, ein großer Kamin im Wohnzimmer,... Dazu eine wunderschöne Terrasse, auf der wir dann auch ein paar Fotos schießen konnten - eins mit Blick in die Küche.





















Hinzu kam, dass dieses Haus weniger bekannt ist. Daher waren wir auch nur in einer kleinen Gruppe auf Besichtigungstour.

Als zweites ging es dann (endlich) zum Fallingwater House. Von außen ist dieses Gebäude einfach unglaublich schön, mit vielen Terrassen die über einen Bachlauf gebaut wurden. Auch innen drin, zeigte sich der Perfektionismus des Architekten, u. a. mit einem Zugang zum Bachlauf vom Wohnzimmer aus, platzsparenden Einbaumöbeln, und jeweils einer Terrasse pro Schlafzimmer. Insgesamt nahmen die Terrassen die Hälfte der gesamten Wohnfläche ein. Von einem kleinen Aussichtspunkt haben wir zum Abschluss noch das perfekte Postkartenbild geschossen.

Sonntag, 1. August 2010

One Month Left

Ist heute wirklich schon der 1. August? Jeder Kalender macht es mir deutlich: es ist der 1. August!

14 Monate USA-Abenteuer gehen dem Ende zu. Noch ein Monat bleibt mir im Land der unbegrenzten Möglichkeiten:
  • vier aufregende Wochenenden,
  • drei Wochen arbeiten,
  • eine weitere Woche, um meine Diplomarbeit weitest gehend fertig zu stellen, Dinge zu unternehmen, die ich bisher nicht geschafft habe, und vorerst Abschied von jedem und allem zu nehmen...
Doch neben dem weinenden Auge ist da auch das Lachende, dass sich nach sechs Monaten wieder auf die Heimat freut. Auch wenn ich im September meine Diplomarbeit noch zu Ende schreiben muss, bleibt hoffentlich genügend Freizeit für Treffen, Unternehmungen, Tanzen,...

Sonntag, 25. Juli 2010

Hot and cold

Der Sommer ist bei uns echt unendlich. Langsam vermisse ich mal einen Kälteeinbruch, wie man es in Deutschland von Zeit zu Zeit gewöhnt ist. Statt dessen ist bei uns jetzt seit gefühlten drei Monaten Sommer, Sonne und Hitze und dazu "sehr angenehme" Luftfeuchtigkeit von mindestens 50%.

Als einziger Ausweg bleibt da, drinnen zu bleiben, was einem "Kälteeinbruch" zumindest von den Temperaturen her sehr nahe kommt. Während wir am Wochenende Außentemperaturen von 38°C + hatten, habe ich mir drinnen bei 24°C dann doch mal lieber einen Pullover drüber gezogen. Der Vorteil ist allerdings, dass ich mich so nicht um die Arbeit drücken kann, denn die Diplomarbeit will nun mal geschrieben werden. Nur ab und an verbring ich das ein oder andere Stündchen bei uns am Pool.

Sonntag, 18. Juli 2010

Dan's Farewell = My Move in the Masterbedroom

Am Mittwoch haben wir für Dan, unseren Landlord, einen Grillabend vorbereitet, denn es war unser vorletzter gemeinsamer Abend bevor er am Freitag für vier Monate wieder nach Guatemala fliegt. Sein Ziel ist es, weiter fleißig Spanisch zu lernen, um danach hoffentlich dort auch eine ehrenamtliche Vollzeitstelle zu übernehmen.











Am Freitag Morgen, nach ganzen zwei Stunden Schlaf, fuhr ich Dan zum Flughafen. Am Terminal angekommen, war es echt traurig, da es ein Abschied für länger ist - nicht nur die vier Monate. Denn wenn er zurück kommt, werde ich schon längst wieder in Deutschland sein. Allerdings bleiben wir in Kontakt und früher oder später werde ich zumindest auf Besuch wieder her kommen.

So wie Dan hier in Philly in den Flieger stieg, stieg in Deutschland ein neuer Praktikant in den Flieger, um über den großen Teich zu kommen, und auch gleich bei uns einzuziehen. Da wir nur drei Schlafzimmer haben, war das meine Chance, in Dans Zimmer zu ziehen - mit mehr Platz, großem Bett und eigenem Bad :-) Dabei hat das Umziehen länger gedauert als gedacht. Oh man, was sich in den letzten Monaten schon wieder alles angesammelt hat. Und dann stellt ich mir auch gleich die Frage, wie ich das wohl alles mit nach Hause bringen werde?!









Jetzt ist erstmal alles wieder verstaut und mein "altes" Zimmer fertig für unseren neuen Mitbewohner, Günes. So wie ich ihn bisher kennen gelernt habe, ist er sehr nett. Auf einer gemeinsamen Einkaufstour habe ich ihm am Sonntag die Umgebung gezeigt und den Nachmittag verbrachten wir dann ganz entspannt an unserem Communitypool - der ist echt 'ne feine Sache :-)

Dienstag, 13. Juli 2010

Working, working, working

Manchmal weiß ich nicht mehr, wo mir der Kopf steht vor lauter Arbeit: Reporting, Dokumentationen für meinen Nachfolger erstellen (der hoffentlich am 9. August anfängt), Meetings, so nebenbei noch eine Diplomarbeit aus dem Ärmel schütteln, und Bewerbungen nicht zu vergessen.

Wenn ich meinen Zeitplan heute so anschaue, ist das eigentlich gar nicht alles zu schaffen. Naja, aber es muss halt. Was ich mir allerdings nicht nehmen lasse, ist der Sport. Nach 'ner Stunde im Fitti am Montag, war ich heute gemeinsam mit Katrin gleich in zwei aufeinander folgenden Kursen. Das hat uns gut ausgepowert und Kraft für die weitere Arbeit gegeben.

Zum Glück ist heute erst Dienstag, und es bleiben noch fünf Tage von dieser Woche. Und dann sind es nur noch reichlich sechs Woche, bis ich wieder daheim bin...Kaum zu glauben wie die Zeit vergeht.

Am Freitag werde ich mich von Dan, meinem Landlord, verabschieden. Er fliegt wieder für vier Monate nach Guatemala, um weiter Spanisch zu lernen. Das Gute daran ist, dass ich dann in sein Masterbedroom ziehen kann mit eigenem Badezimmer. In mein Zimmer wird ein neuer Praktikant ziehen, ebenso bereits am Freitag.

Freitag, 9. Juli 2010

Shopping could be really Frustrating

Ich komme gerade von der größten Mall der USA zurück, die bei uns um die Ecke liegt, in King of Prussia. Und mit wie vielen Tüten im Gepäck? Keiner einzigen.

Einkaufen kann manchmal echt frustrierend sein. Vor allem wenn man mit vielen Ideen losgeht, sehr gern was kaufen möchte...und am Ende mit nix zufrieden ist. Ich werd wohl morgen nochmal mein Glück versuchen in einer kleineren Mall und in meinem "Lieblingsladen", in dem ich zuletzt zwei tolle Kleider fand.

Heute Abend ist aber erstmal Party angesagt, Farewellparty für (mindestens) eine Praktikantin.