Dienstag, 22. September 2009

Walking the Freedom-Trail in Boston

Den Tag haben wir mit einem typisch amerikanischen Früstück begonnen: Bagels, Erdnussbutter, Waffeln mit Sirup, Muffins und Kaffee. Das ganze auf bzw. in Einweggeschirr, dazu Einwegbesteck und einen Strohhalm für den Kaffee - I'm not kidding :-) Was die "Müllproduktion" angeht, gibt es echt noch viele Einsparpotentiale. Da liebe ich mir doch mein Geschirr daheim.

Mit der Bummelbahn ging es dann, vorbei am Unigelände, in die Stadt. Auf der Fahrt haben wir uns zwischenzeitlich wie in der Linie 61 gefühlt, dem Studenten-Kuschelbus in Dresden. Im Zentrum angekommen, ging es zuerst nach Beacon Hill, ein exklusives Wohnviertel mit wunderschönen Backsteinbauten. Den Namen des Stadtteils muss man dabei auch ernst nehmen, denn es geht immer wieder auf- und abwärts.







Gleich nebenan begann am Massachusetts State House der Freedom-Trail, den wir nun bis zum Ende laufen wollen. Auf dem Weg trafen wir den ein oder anderen Stadtführer und lauschten seinen Anekdoten: so auf einem der ältesten Friedhöfe der Stadt, wo Grabsteine auf Anfrage des Gärtners in Reih und Glied neu angeordnet wurden, damit er den Rasen dazwischen besser mähen kann.






Ja, die Stadt hält amüsante Geschichten bereit und begeistert die Besucher mit einer Mischung aus historischen und neuen Gebäuden, Fußgängerzonen, Hafengelände, schön anzuschauenden Wohnvierteln, einem little Italy,...

Und dann liegt gleich nebenan von Boston die Stadt Cambridge, wo die Harvard Universität zu Hause ist, eine der berühmtesten Universitäten des Landes oder besser gesagt der Welt. Am Abend haben wir uns da unter die Studenten gemischt und sind eine gemütliche Runde über den Campus spaziert. Wie es wohl wäre, hier zu studieren?!

Montag, 21. September 2009

Cape Cod and Arrival in Boston

Am nächsten Morgen zog es mich schon früh an den Strand, um den wunderschönen Sonnenaufgang am Meer zu genießen. Nur leider allein mit der Kamera, denn Matthi hatte noch immer seinen Schlafentzug aufzuholen.







Als ich zurück kam, genossen wir unser Frühstück im Freien und schmiedeten Pläne für den Tag: Über die ganze Halbinsel wollen wir fahren - bis hinauf an die nördlichste Spitze. Dabei haben wir nur ungern den Schlüssel zu unserem Strandhaus zurückgegeben.

Unseren ersten Stopp legten wir an derr Südspitze am Strand von Chatham ein, wo sich, ganz zu unserer Freunde, hunderte Robben im flachen Wasser tummelten und wir ganz nah an sie heran kamen.







Weiter ging es nach Provincetown, den nördlichsten Ort von Cape Cod. Dort konnten wir von einem Turm in italienischem Stil die Aussicht über die gesamte Bucht genießen. Nur bis Boston konnten wir leider nicht schauen.

Nach dem Mittag haben wir uns dann fest vorgenommen auf direktem Weg nach Boston zu fahren, so dass wir die Stadt zumindest am dritten Tag endlich erreichen. Und wir haben es tatsächlich geschafft!! Gegen 17 Uhr kamen wir in der Stadt an, so dass noch genug Zeit blieb, um einen Zeltplatz zu finden und unseren bescheidenen Schlafplatz einzurichten. Dabei haben wir ganz auf mein GPS vertraut, dass mich bisher zuverlässig zu Campingplätzen führte. Doch ausgerechnet in Boston entpuppten sich alle angegebenen Campingplätze als alles andere als Zeltplätze. Statt dessen meldeten sich am Telefon Mitarbeiter von Kindercamps und einmal sogar von einem Tonstudio. Also haben wir schließlich die umliegenden Hotels angerufen. Und mit viel Glück und Verhandlungsgeschick sind wir schließlich zu einem unscchlagbar günstigen Preis in einem Best Western Hotel untergekommen - nur 15 Min von der Bostoner City entfernt.

Kaum hatten wir die Sachen ausgeladen, ging's auch gleich auf eine erste Stadttour entlang des Freedom-Trails, vorbei an all den historischen Plätzen, wo einst die Unabhängigkeitsbewegung begann.

Sonntag, 20. September 2009

Mystic Seaport: Museum of America and the Sea

Am Sonntag haben wir uns das Highlight von Mystic angeschaut: Das größte der Seefahrt gewidmete Freilichtmuseum - Mystic Seaport. Dabei hat uns die Sonne wunderbar verwöhnt und uns einen tollen Start in unsere Reisewoche beschert.







Nach einem ersten Burger für Matthi von Five Guys, die nicht zu vergleichen sind mit all den anderen Fast Food Burgern, ging es am Nachmittag weiter gen West - in Richtung Boston. Doch auch heute kamen wir da nicht an. Stattdessen haben wir den Weg in Richtung Cape Cod eingeschlagen, eine Halbinsel vor Boston mit kilometerlangen Sandstränden.

Statt im Zelt haben wir die Nacht in einem Strandhaus verbracht, das direkt hinter den Dünen lag und uns eine "rauschende" Nacht bescherte. Doch zuvor zog es uns zum Laufen an den Strand. Schließlich steht uns ja beiden bald ein Halbmarathon bevor.

Samstag, 19. September 2009

Our First Day & the Start to our Roadtrip

Der 18. September war der schon lang ersehnte Tag: mein Matthi kommt endlich zu Besuch. Und so war die Freude am Flughafen einfach riesig. Nach einem Indoor-Barbecue gemeinsam mit Freunden ging es früh ins Bett. Denn am nächsten Tag sollte ja schon unsere einwöchige Rundreise durch Neuengland und Kanada beginnen. Unser erstes großes Ziel: Boston.









Also ging es am Samstag Vormittag nach dem Frühstück voller Freude los - schon ungewöhnlich, auf einmal gemeinsam mit Matthi auf Tour zu sein :-) Unser erster Zwischenstopp: New York. Eigentlich stand Big Apple auf dem Plan für das letzte gemeinsame Wochenende. Aber wenn wir sowieso daran vorbei fahren, können wir auch gleich eine kleine Stadtrundfahrt einschieben. Also ab durch den Hollandtunnel und mitten in das bunte Treiben New Yorks.









Und weiter ging die Fahrt... Als langsam die Dämmerung einbrach und wir noch immer zwei Stunden von Boston entfernt waren, haben wir uns für einen Zwischenstopp in Mystic entschieden, einem kleinen Fischerort, der einiges zu bieten hat, wie wir am nächsten Tag feststellten. Der Zeltplatz war sehr einladent, auch wenn unser Zelt mal wieder winzig aussah gegenüber all den gigantischen Wohnwagen.

Mittwoch, 16. September 2009

Federal Election in Germany

Noch reichlich eine Woche ist es hin bis es bei euch heißt: "Alle an die Wahlurne". Und damit die Wahlbeteiligung nicht wieder so niedrig ausfällt wie bei der Landtagswahl, habe ich meinen Beitrag geleistet und mir die Wahlunterlagen über den großen Teich schicken lassen, gleich ausgefüllt und postwendend zurück geschickt.

Wie praktisch, dass man hier seine Post einfach in den eigenen Briefkasten legen kann, Fahne hoch und ab geht die Post.

Sonntag, 13. September 2009

A Great Weekend in my West Chester Area

Das letzte Wochenende wollte ich eigentlich wieder an den Strand von Maryland, doch der Regen hatte mir da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Und so habe ich am Freitag Abend den Schlaf nachgeholt, den ich in den vorherigen Nächten versäumt habe. Am Samstag haben wir endlich mal gespielt: zuerst Mariokart auf der Wii und anschließend Munchkin & Wizzard. Dazu gab es leckere selbstgemachte Pizza.

Der Sonntag hatte dann seinem Namen alle Ehre gemacht und uns mit reichlich Sonnenschein verwöhnt. Und so musste man den Tag einfach draußen verbringen. Gemeinsam mit Johanna bin ich zu den Longwood Gardens gefahren, eine wunderschöne Mischung aus Botanischem Garten und Springbrunnenanlagen. Dabei habe ich auch wieder meine Lieblingspflanze gesehen: Lotus. Dieser Lotuseffekt ist jedes Mal wieder faszinierent.















Am Nachmittag ging es dann weiter ins Dutch County - von Deutsch, nicht Niederländisch - , wo ca. 35.000 Amish wohnen. Auch wir sind diesmal in eine Kutsche gestiegen, um uns übers Land fahren und die Lebensweise der Amish erklären zu lassen. Noch immer ist es für mich nur schwer zu verstehen, warum sich die Menschen für diese Lebensweise entscheiden. Jedoch sind wir auch mit einem ins Gespräch gekommen, der auf Grund einer Scheidung ausgeschlossen wurde und nun "wie du und ich" leben.









Dienstag, 8. September 2009

Jeff Dunham and His Talking Dolls

Dienstag vor einer Woche trat der Bauchredner Jeff Dunham hier ganz in der Nähe auf. Ich hatte von ihm zwar zuvor noch nichts gehört, aber andere Praktikanten haben voller Begeisterung von ihm gesprochen. Und so bin ich glücklicherweise mitgefahren zu diesem super lustigen Abend. Seine Show war so witzig, abwechslungsreich und gut verständlich, dass sie viel zu schnell wieder vorbei war. Insgeamt hatte er fünf verschiedene Puppen sprechen lassen, so z.B. Achmed the Dead Terrorist - wohl die bekannteste seiner Figuren - oder Peanut The Doll & Jalapeno.







Meine Empfehlung ist, schaut euch mal bei youtube Ausschnitte seiner Show an und überzeugt euch selbst von Jeff's Können.

Rund um den Veranstaltungsort war zur gleichen Zeit ein Jahrmarkt, auf dem ich doch tatsächlich das Rosen'sche Business gefunden habe: einen Imbiss mit Cheesesteak & Italian Sausages. Da kann ich nur sagen: Guten Appetit.

Montag, 7. September 2009

Weekend in the Nature with Sport & Fun

Nach all den vielen Städtetouren wollte ich endlich wieder in die Natur. Und da wir dank des Labour Days ein langes Wochenende hatten, viel die Wahl recht schnell auf den Shenandoah National Park, der in der Nähe von Washington liegt und 4 - 5 Autostunden von Philly bzw. West Chester enfernt ist. Gemeinsam mit Linda und Julien ging es Samstag Morgen los. Unser erstes Ziel war Harpers Ferry, ein kleiner Ort, der wie ein Museumsdorf aussah und sowohl durch den Appalachen Wanderweg als auch den Zusammenfluss zweier Flüsse geprägt ist.






Als wir gegen fünf Uhr den Nationalpark erreichten, hatten wir leider etwas Pech, denn alle Campingplätze im Park waren ausgebucht. Uns schien es so, als ob jeder seine Campingsachen am Wochenende zusammengepackt und in den Park gefahren ist. Glücklicherweise haben wir im Umland einen Zeltplatz gefunden, so dass wir nicht im Auto übernachten bzw. wild campen mussten.

Am Sonntag Morgen ging es direkt in den Park, der sehr bergig ist. Zunächst sind wir ein Stück auf dem Skyline Drives gefahren, von dem wir immer wieder eine tolle Aussicht auf das Umland hatten. Da der Park wunderbar zum Wandern einlädt, haben wir uns zwei verschiedene Wege ausgesucht: den Rose (!) River Weg entlang eines Flusslaufes & mehrerer Wasserfälle und den Stony Man Trail zu einem Felsen, von dem wir eine herrliche Aussicht auf das Tal und die Appalachen hatte. Gleichzeitig war dies auch der höchst gelegenste Punkt des Skyline Drives, etwa 1.200 Meter hoch.

















Jeden Abend gab es Barbecue und wir haben am Lagerfeuer gesessen und Marshmallows vernascht.

Den Montag haben wir dann bei einer entspannten Kanufahrt auf dem Shenandoah River ausklingen lassen, und dabei u.a. Biber, Schildkröten und Fischreiher gesehen. An der Bootsstation hatten wir dann endlich auch mal das Glück, einen dieser gelben Schulbusse von innen zu sehen und uns als Fahrer "zu fühlen".






Wie immer waren die Tage viel zu schnell vorbei und ich bin schon voller Vorfreude auf unseren bevorstehenden Urlaub - nur noch 6 Tage arbeiten :-)