Samstag, 30. Januar 2010

Back in Germany

Und dann ging (schon) unser Urlaub zu Ende... Am Dienstag flogen wir von Maui zurück nach Philadelphia mit Zwischenstop in Honolulu und Salt Lake City.









Dann noch eine (vorerst) letzte Nacht in Philly, in der wir erst mit meinem Landlord in der Cheesecake Factory essen waren (wobei es da neben einer rießigen Auswahl an "Käsekuchen" auch super leckere Hauptgerichte gab) und dann noch mal bei Freunden vorbei schauten.

Am Donnerstag hieß es dann Sachen (um)packen und Abschied nehmen, bevor wir zum Flughafen aufbrachen. Glücklicherweise flogen wir mit der selben Maschine und hatten auch Plätze nebeneinander. Und kaum das man es versah, landeten wir wieder in Frankfurt - und wieder mit einem neuen Kranich-Freund im Gepäck.









Flink umsteigen - wobei wir die Unfreundlichkeit oder, besser gesagt, Unverschämtheit einzelner Sicherheitsleute erlebten, worauf ich mal nicht weiter eingehe, um mich nicht wieder so aufzuregen - und schon waren wir in Dresden, wo bereits mein Papa und Matthi's Großeltern ungeduldig auf uns warteten. Die Wiedersehensfreude war rießig! Immerhin, war ich nun fast neun Monate weg, auch wenn es mir nur wie wenige Wochen vorkam.

Ich hatte nichts Besonderes geplant als erste Aktivität, die ich nach meiner Rückkehr machen wollte. Und so nahmen wir gern die Einladung der Großeltern zum Mittag an: selbst gekochter Bohneneintopf. Lecker! Danach kam dann allerdings die Müdigkeit durch und wir wollten nun endlich nach Hause.

Wie schön es doch war, endlich wieder daheim zu sein, in den eigenen Vier-Wänden. Über die lange Zeit ist doch schon so Manches in Vergessenheit geraten. Dafür war die Freude nun um so größer. Und für uns gab es nur noch einen Weg ... ins Bett. Denn schließlich wollten wir am Abend fit sein für Roberts Geburtstagsfeier.

Dienstag, 26. Januar 2010

The Best Things Come in Threes: Maui

Nach vier Tagen auf O'ahu und einer Woche auf Big Island, hatten wir nun noch eine Woche, um Maui zu erkunden. Von Insel zu Insel ging es wieder mit dem Flieger, denn eine Fährverbindung gibt es nicht (mehr). Aber Fliegen ist hier fast wie Bus fahren: frühestens eine Stunde vor Abflug am Flughafen ankommen, Mietwagen abgeben, einchecken und dann es sich auf den Sofas bequem machen bis es losgeht :-) Auf Hawai'i geht es ziemlich relaxt zu. Und auch an der Sicherheitskontrolle sind alle sehr entspannt und haben Zeit für ein Schwätzchen.

Die ersten drei Nächte haben wir im Westen der Insel auf einem Campingplatz verbracht. Dahin führte uns der Hana Highway, eine Panoramastraße, die sich entlang der Küste schlängelt (!) und geprägt war von über 600 Kurven und 54 einspurigen Brücken. Da war Matthias froh, dass wir einen sportlichen Mitsubishi Eclipse als Mietwagen hatten, mit dem wir stets gut (und schnell) voran kamen, vor allem auf diesen kurvenreichen Straßen.

Das Besondere an Maui sind die schon relativ alten Lavafelsen und -felder, die auf der regenreichen Seite der Insel über und über bewachsen sind. Hinzu kommen "Blow Holes" an felsenreichen Küsten, aus denen bei starkem Wellengang das Wasser herausspritzt, teilweise ganz unerwartet, da man die Felslöcher nicht immer gleich erkennt. So auch direkt bei unserem Campingplatz, der mal wieder wunderschön am Meer gelegen war. Und Meerblick war bei den $ 5 pro Nacht/Stellplatz schon inklusive.

Eine weitere Besonderheit entlang des Hana Highways waren die Bambuswälder. Ja, tatsächlich WÄLDER. Riesig groß waren da die Bambusrohre und so dicht, dass sie an vielen Stellen einen dichten Wald gebildet haben.









Die letzten drei Tage haben wir in einem Hostel in Wailuku verbracht, in Mittel-Maui. Von da aus waren wir schnell an einem der langen Sandstrände zum Baden, Schnorcheln und Bodyboarden. Oder einfach nur zum Genießen des Sonnenuntergangs.









Einen Nachmittag fuhren wir mit einem kleinen Boot hinaus zum "Whale Watching". Und da gerade Wal-Saison im Pazifik um Hawai'i ist, haben wir auch viel Wale gesehen, vor allem mehrere Mamas mit ihren Babys. Zweimal sind Wale vor uns sogar aus dem Wasser gesprungen! Das war unglaublich! Und dann sahen wir einen Wal, der etwa zehn Mal hintereinander mit seiner Schwanzflosse aus der Wasseroberfläche "klatschte". Das war nochmal ein toller Abschluss der Fahrt, die wir diesmal mit einem kleinen Boot machten und nicht wie in Cape May mit solch einem großen Touri-Schiff. Da konnten wir zum einen näher an die Tiere ran und sind zum anderen öfters rasant übers Wasser gefahren, was super Spaß gemacht hat und mehr Zeit zum tatsächlichen Whale Watching ließ! So ein großes Schiff wie in Cape May werden wir wohl so schnell nicht mehr nehmen.









Ein weiteres Highlight war der Sonnenaufgang auf dem Haleakala Summit, der mit 3.000 m der höchste Berg der Insel war. Dazu ist er weltweit der Berg, bei dem man am schnellsten von Meereshöhe auf 3.000 m Höhe fahren kann. Um den Sonnenaufgang zu sehen mussten wir allerdings bereits um 3 Uhr morgens aufstehen. Als wir gegen 5:30 Uhr oben ankamen, war noch alles stock dunkel und wir genehmigten uns noch ein Nickerchen, bevor es dann raus in die Kälte ging. Die geschätzten 5°C klingen für aktuelle Temeraturen in Deutschland zwar warm, für uns waren es allerdings etwa 20 - 25° weniger, als was wir am Tag gewöhnt waren - Fazit: frostig. Da half uns nur die Zwiebelmethode: alle langen Sachen, die wir mit hatten, übereinanderziehen. Und wie sich das gelohnt hat! Der Sonnenaufgang war noch schöner als der Sonnenuntergang am Mauna Kea auf Big Island. Diese Farbenspiele am Horizont, ein großer Krater vor uns, der weite Blick bis hinüber nach Big Island, die tieferliegenden Wolken, ... *träum* Man kann es kaum beschreiben, statt dessen sollte man es einfach mal gesehen oder, besser gesagt, erlebt haben.

Dienstag, 19. Januar 2010

Volcanoes on Big Island

Auf Big Island kann man den vulkanischen Ursprung der hawaiianischen Inseln am besten erleben, denn die Insel ist geprägt von endlosen Lavafeldern und sowie aktiven als auch erloschenen Vulkanen. Einen Tag haben wir am Mauna Kea verbracht, einen (so hofft man) erloschenen Vulkan. Von dessen Spitze in 4.000 m Höhe haben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang erlebt. Dazu ist es einer der weltweit besten Plätze zum Sterne beobachten, da der Blick in den Himmel durch (nahezu) nichts getrübt wird. Daher stehen auf der Spitze von Mauna Kea auch zahlreiche Teleskope.









Weiteren vulkanischen Ursprung haben wir am Green Sand Beach erlebt. Ja, man mag es kaum glauben, aber der Sand in dieser taumhaften Bucht war tatsächlich grün schimmernd. Der Grund dafür ist ein olivgrünes Mineral, was in der Lava enthalten ist.

Gestern waren wir dann endlich im Volcano National Park, wo es noch aktive Vulkane gibt. Allerdings sieht man keine Lavaflüsse, sondern "nur" ein starkes Qualmen und in der Nacht das Glühen des Gesteins im Lavasee, der ca. 400 ft (122 m) tief liegt.









Daneben gibt es mehrere erloschene Vulkane, die wir auf zwei Wanderungen erkundet haben. Anschließend fuhren wir bis an die Südküste, wo die Lava ins Meer floss und eine wunderschöne Küstenstraße unter sich "begraben" hat.

Montag, 11. Januar 2010

Aloha from Waikiki/Oahu

Nach unserem insgesamt 15 stündigen Flug von Philadelphia über Minneapolis und Los Angeles sind wir am Samstag Abend im fast schon tropischen Honolulu auf Oahu gelandet. Wir waren ganz schön geschafft und waren froh darüber, dass wir mit dem Mietwagen nur eine Viertel Stunde zum Hotel brauchten, das direkt am Waikiki Strand gelegen ist. Mit romantischer Athmosphäre hat das hier allerdings nicht viel gemeinsam, sondern wohl eher mit einer Bettenburg. Ein Hochhaus steht hier am nächsten, aber wir waren zumindest mal da :-) Sonntag Morgen ging es direkt zum Waikiki Strand, wo sich schon die ersten Surfer im Wasser tummelten. Ach, war das schön erfrischend, ins kühle Nass zu springen und sich danach von der Sonne trocknen zu lassen.

Am Nachmittag wollten wir einen Wanderweg zu einem nahegelegenen Berg laufen, allerdings fing es in den Bergen so stark an zu regnen, dass wir zunächst lieber im Auto sitzen blieben. Ja, es hat schon seine guten Gründe, warum es hier so wunderschön grün ist und das sind die vielen Regenschauer, die man hier immer wieder erlebt. So lange es allerdings nur ein warmer Nieselregen ist, kann man draußen gut unterwegs sein und fühlt sich wie in einem riesigen Tropenhaus. Und so fuhren wir am Nachmittag zu einem anderen Berg/Krater, der unmittelbar am Meer lag und weniger von Wolken umgeben war, und sind da hinauf gewandert. Von oben hatten wir einen underschönen Blick auf den Krater und auf Honolulu.









Am Montag "entfliehen" wir dem Massentourismus und fahren in den Norden der Insel, wo es die höchsten Wellen geben soll.

Dienstag, 5. Januar 2010

Basketball II: Sixers against Washington Wizards

Am Monatg ist Matthi nochmal allein nach New York gefahren, um sich das Museum of Modern Art (MoMA) anzuschauen. Ich bin ja nicht so für diese Kunst zu haben und so konnte er sich in aller Ruhe die z.T. ungewöhnlichen Kunstwerke anschauen, u.a. weiße Malerei auf weißem Grund. Dann gab es noch eine Bauhausausstellung, in der, wie wir im Nachhinein von Alex erfahren haben, sogar Werke aus Dresdner Museumsbestand ausgestellt wurden.

Am Dienstag war wieder Basketballzeit, denn auch Matthi wollte gern mal ein Spiel live sehen. Glücklicherweise haben die 76ers gerade ein Heimspiel. *Sorry, Heiko, dass du auch diesmal nicht mit dabei sein kannst. Aber wir haben fest an dich gedacht.*









Das Spiel hat für Philly super begonnen und der Sieg lag schon in Reichweite. Doch dann wendete sich das Blatt (oder die Kraft schwindete?). Washington kam immer näher heran und übernahm schließlich die Führung. Naja, wie das ausging, war bei unserem Glück im Spiel (zuschauen) nicht schwer zu erraten. Am Ende stand es 97 : 104 - mal wieder ein verlorenes Spiel. Wie schon beim Baseball- und ersten Basketballspiel.

Na was soll's, Spaß hat es trotzdem gemacht und wenigstens haben wir wieder viele Treffer gesehen.

In den nächsten Tagen heißt es Koffer packen und alles für unsere große Reise Mitten in den Pazifik vorbereiten. Aloha!

Sonntag, 3. Januar 2010

Sunday in New York - Churchday

Wenn wir schon Silvester nicht in New York verbracht haben, dann doch wenigstens noch einen Tag an unserem - vorerst - letzten gemeinsamen Wochenende in Philly. Den Sonntag haben wir uns dafür ausgesucht, weil wir gern einmal einen Gospelchor in einer Kirche im Stadtteil Harlem erleben wollten. In die wohl Bekannteste, The Abyssinian Baptist Church, kamen wir auf Grund des großen Touristenansturms leider nicht hinein; trotz eisiger Kälte hatten sich die ersten da tatsächlich fast zwei Stunden vor Einlass angestellt.

Da in Harlem aber eine Kirche an der nächsten ist und in jeder ein Gospelchor für einen stimmungsvollen Gottesdienst sorgt, gingen wir einfach in eine andere hinein. Im Nachhinein können wir nur sagen: Das muss man mal erlebt haben! Diese Vitalität, der fröhliche & motivierende Gesang und insgesamt diese tolle Stimmung, der man sich nicht entziehen will & kann. Und so konnten wir nicht anders, als schon nach kurzer Zeit mitzusingen, mitzuklatschen und uns im Rythmus der Musik zu bewegen. Wir fühlten uns ein bißchen wie im Film, aber nein, es war Realität! Überraschend war auch die Länge des Gottesdienstes: unserer dauerte mindestens 2 1/2 Stunden. Doch die Zeit verging wie im Flug.

Aufgewärmt ging es wieder hinaus in die Kälte und zu Fuß zur nächsten Kirche: St. Johns, die weltweit drittgrößte Kirche. Allerdings hat diese eine Besonderheit: sie hat kein Querschiff. Die Grundmauern sind von außen zwar zu erkennen, allerdings wurde sie bisher nicht fertiggestellt.











Nach dem Mittag in einem kleinen feinen thailändischen Restaurant spazierten wir durch den Central Park. Alt zu lange konnten es allerdings nicht draußen aushalten, da es einfach zu kalt war. Gefühlt waren es bestimmt -10 bis -15°C. Vor allem der Wind hat einen großen Beitrag dazu geleistet.









Zum guten Schluss habe ich Matthi noch den Weihnachtsbaum am Rockefeller Center gezeigt. Es war interessant, wie es da von Mal zu Mal leerer wurde. Diesmal war es auf jeden Fall das ganze Gegenteil zu all den Menschenmassen, die sich am 6. Dezember da langgeschoben haben. Daher mein Tipp: Wer den Weihnachtsbaum in seiner vollen Pracht genießen möchte, sollte nach Silvester kommen. Und wer New York an sich entdecken möchte, dann am besten im Frühjahr oder Herbst.

Zum Abschluss noch ein paar tolle Winterimpressionen & der "Beweis", dass es nun tatsächlich 2010 ist:

Freitag, 1. Januar 2010

New Year's Day Parade in Philly

Nachdem wir erst um vier im Bett waren, wurde am Neujahrstag erstmal richtig ausgeschlafen. Während des Frühstücks sahen wir dann im Fernsehen die Neujahrsparade in Philly mit bezaubernden Kostümen und tollen Showeinlagen. Da wir an dem Tag sowieso gern nach Philly fahren wollten, war das Ziel schnell klar: Parade schauen. Da diese insgesamt über sechs Stunden ging machte es auch nichts aus, dass wir nur einen Teil sahen. Bei dem Winterwetter kann man sowieso nicht den ganzen Tag draußenstehend verbringen.

Und so sahen wir in der Stadt tolle Vorstellungen mit Bands, richtigen Bühnenbildern und abwechslungsreichen und farbenprächtigen Kostümen und Shows. Zu unseren Favoriten gehörten dabei auf jeden Fall die Themen "Sauna" und "Russland". Aber seht am besten selbst:

















Nach unserem ersten gemeinsamen Stopp am Love-Park sind wir dann noch durch das italienisches Viertel spaziert, wo normalerweise ein reges Markttreiben herrscht. An diesem Tag waren die Stände allerdings bereits schon leer und auch die meisten Cafés waren geschlossen. Ein Restaurant, an dem wir zufällig vorbei kamen, hatte aber glücklicherweise geöffnet. Noch dazu hatte es in der Vergangenheit zahlreiche Auszeichnung erhalten, so dass wir einkehrten und es uns schmecken ließen - auch wenn wir ursprünglich nur einen Kaffee zum Aufwärmen trinken wollten.

New Year's Eve

Silvester in den USA. Da denk man zu allererst an den Balldrop am Times Square in New York. Vor ein paar Monate hätte ich noch gedacht, dass ich bzw. wir da auf jeden Fall hinfahren. Aber die Erfahrungen von anderen haben mir gereicht: frühes Anstehen, dichtes Gedrängel, durchgefrohrener Körper und dann noch nicht einmal ein Feuerwerk ...

Nein, darauf hatten wir nun wirklich keine Lust. So entschieden wir uns spontan, den Abend im Longwood Garden zu verbringen, der seit der Weihnachtszeit wunderschön beleuchtet ist und ein wahrhafter Anziehungspunkt für Gäste ist. Neben beleuchteten Wasserspielen zu Weihnachtsmusik und erstrahlenden Bäumen im Außenbereich gab es im Gewächshaus unzählige & überdimensional große Weihnachtssterne zu bewundern. Hinzu kamen bunt geschmückte Weihnachtsbäume, Herrenhuther Sterne im Rosengarten,... Und so haben wir erlebt, wie man einen botanischen Garten auch im Winter wunderschön gestalten kann. Den Abschluss unseres Besuches bildete ein beeindruckendes Feuerwerk mit musikalischer Untermalung.











Anschließend fuhren wir mit Freunden nach Philly, um uns das Feuerwerk um Mitternacht anzuschauen. Auf Grund des fehlenden Windes blieben viele Raketen allerdings hinter dicken grauen Rauchschwanden verborgen. Angestoßen wurde selbstverständlich auch, allerdings versteckt. Denn auf der Straße Alkohl trinken ist in Pennsylvania verboten; das gilt auch für die Silvesternacht. Die Nacht ließen wir dann in West Chester mit Karten spielen und Cocktail trinken ausklingen.

Happy New Year to all of you!!