Die ersten drei Nächte haben wir im Westen der Insel auf einem Campingplatz verbracht. Dahin führte uns der Hana Highway, eine Panoramastraße, die sich entlang der Küste schlängelt (!) und geprägt war von über 600 Kurven und 54 einspurigen Brücken. Da war Matthias froh, dass wir einen sportlichen Mitsubishi Eclipse als Mietwagen hatten, mit dem wir stets gut (und schnell) voran kamen, vor allem auf diesen kurvenreichen Straßen.
Das Besondere an Maui sind die schon relativ alten Lavafelsen und -felder, die auf der regenreichen Seite der Insel über und über bewachsen sind. Hinzu kommen "Blow Holes" an felsenreichen Küsten, aus denen bei starkem Wellengang das Wasser herausspritzt, teilweise ganz unerwartet, da man die Felslöcher nicht immer gleich erkennt. So auch direkt bei unserem Campingplatz, der mal wieder wunderschön am Meer gelegen war. Und Meerblick war bei den $ 5 pro Nacht/Stellplatz schon inklusive.
Eine weitere Besonderheit entlang des Hana Highways waren die Bambuswälder. Ja, tatsächlich WÄLDER. Riesig groß waren da die Bambusrohre und so dicht, dass sie an vielen Stellen einen dichten Wald gebildet haben.
Die letzten drei Tage haben wir in einem Hostel in Wailuku verbracht, in Mittel-Maui. Von da aus waren wir schnell an einem der langen Sandstrände zum Baden, Schnorcheln und Bodyboarden. Oder einfach nur zum Genießen des Sonnenuntergangs.
Einen Nachmittag fuhren wir mit einem kleinen Boot hinaus zum "Whale Watching". Und da gerade Wal-Saison im Pazifik um Hawai'i ist, haben wir auch viel Wale gesehen, vor allem mehrere Mamas mit ihren Babys. Zweimal sind Wale vor uns sogar aus dem Wasser gesprungen! Das war unglaublich! Und dann sahen wir einen Wal, der etwa zehn Mal hintereinander mit seiner Schwanzflosse aus der Wasseroberfläche "klatschte". Das war nochmal ein toller Abschluss der Fahrt, die wir diesmal mit einem kleinen Boot machten und nicht wie in Cape May mit solch einem großen Touri-Schiff. Da konnten wir zum einen näher an die Tiere ran und sind zum anderen öfters rasant übers Wasser gefahren, was super Spaß gemacht hat und mehr Zeit zum tatsächlichen Whale Watching ließ! So ein großes Schiff wie in Cape May werden wir wohl so schnell nicht mehr nehmen.
Ein weiteres Highlight war der Sonnenaufgang auf dem Haleakala Summit, der mit 3.000 m der höchste Berg der Insel war. Dazu ist er weltweit der Berg, bei dem man am schnellsten von Meereshöhe auf 3.000 m Höhe fahren kann. Um den Sonnenaufgang zu sehen mussten wir allerdings bereits um 3 Uhr morgens aufstehen. Als wir gegen 5:30 Uhr oben ankamen, war noch alles stock dunkel und wir genehmigten uns noch ein Nickerchen, bevor es dann raus in die Kälte ging. Die geschätzten 5°C klingen für aktuelle Temeraturen in Deutschland zwar warm, für uns waren es allerdings etwa 20 - 25° weniger, als was wir am Tag gewöhnt waren - Fazit: frostig. Da half uns nur die Zwiebelmethode: alle langen Sachen, die wir mit hatten, übereinanderziehen. Und wie sich das gelohnt hat! Der Sonnenaufgang war noch schöner als der Sonnenuntergang am Mauna Kea auf Big Island. Diese Farbenspiele am Horizont, ein großer Krater vor uns, der weite Blick bis hinüber nach Big Island, die tieferliegenden Wolken, ... *träum* Man kann es kaum beschreiben, statt dessen sollte man es einfach mal gesehen oder, besser gesagt, erlebt haben.











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