Samstag, 3. Juli 2010

Independence Weekend in Chicago

Die Zeit vergeht wie im Fluge und leider fehlt mir immer mehr die Zeit den Blog up-to-date zu halten. Daher habe ich mich heute entschlossen, einen top-aktuellen Beitrag zu schreiben, statt die vergangenen Einträge zu vervollständigen.

Am Sonntag ist Independence Day und wir haben daher am Montag einen freien Tag. Da dies mein letztes langes Wochenende in den USA ist, wollte ich es ungern daheim verbringen. Und so habe ich mich schließlich dazu entschlossen, gemeinsam mit drei anderen Praktikanten einen Roadtrip zu unternehmen - nach Chicago. Gestern Abend 19 Uhr fuhren wir in West Chester los und kamen heute Morgen 5:30 Uhr Ortszeit in der Stadt an. Das war eine tolle Stimmung, die Stadt langsam erwachen zu sehen. Da es zum einchecken im Hotel ein "bißchen" zu früh war, sind wir ins deutsche Viertel der Stadt gefahren, um uns das erstklassische Fußballspiel Deutschland gegen Argentien anzuschauen. Was für eine Stimmung da war, unglaublich!!! Mit dem 4:0 Sieg ließ es sich dann klasse in den Tag starten.

Hier ein paar Impressionen von der Stadt, die sich auf jeden Fall in die Liste meiner Lieblingsstädte ganz weit oben einordnet.

* Chicagos Skyline mit Hancock und Willis Tower*









* Die Stadt der Hochhäuser, Kanäle und Brücken*









* The Cloud Gate im Millenium Park*

Samstag, 19. Juni 2010

The Best Things Come in Three: Six Flags

Zum Ersten...zum Zweiten...und...zum Dritten

Zum dritten Mal zog es mich nun schon in den Six Flags Park 'Great Advanture'. Und es war so schön wie beim ersten Mal. Naja, bis darauf, dass 'Superman', eine meiner Lieblingsachterbahnen, heute geschlossen war :-(









* Gemeinsam mit Katrin*

Dafür fuhr allerdings 'Kingda Ka', dieses grüne Ungetüm, das die schnellste und höchste Achterbahn der Welt ist. Und diesmal fuhren wir sie fast bis zum Umfallen. Hinzu kamen unzählige Fahrten auf El Toro, der größten Holzachterbahn im Park, Bizarro, Nitro,...









Einen besonders starken Adrenalinschub gab es bei den Abfahrten bei Nacht, wenn man den 'Drop' nicht wirklich sieht, sondern einfach nur fühlt :-) Und welcher Bahn gehörte die letzte Fahrt? Ja klar, Kingda Ka.

Es war wieder ein unvergesslicher Tag mit Achterbahnfahrten von 10 Uhr morgens bis 10 Uhr abends...Allerdings leider der letzte Besuch für meine Zeit in den USA.

Mittwoch, 26. Mai 2010

From Orlando to Miami Beach

Nach zwei Tagen und drei Nächten in Orlando sowie einer ausgiebigen Shopping Tour am Morgen im nahe gelegenen Outlet Center, sind wir am frühen Nachmittag in Richtung Miami aufgebrochen. Vor uns lag eine knapp fünf stündige Fahrt auf der A1A, eine wunderschöne Straße, die uns an der Ostküste Floridas am Meer entlang nach Süden führte.

Dabei kamen wir an einer reichen Variation an Briefkästen vorbei: Delfine, Seepferdchen, Pelikane, Schildkröten,..., sogar eine kleine mit Schilf gedeckte Hütte. Wie schön die immer anzusehen sind. Am liebsten hätte ich auch so einen daheim.

Einen Stopp legten wir dann noch bei einem Vogelschutzgebiet ein, wo wir von einer Aussichtsplattform aus wunderbar Pelikane, Fischreiher und sonstige heimische Vögel beobachten konnten.









Als wir nach Palm Beach kamen, einer der nobelsten Strandorte Floridas, war es zwar schon dunkel, allerdings ließen wir es uns nicht nehmen, durch die teuerste Einkaufstraße mit seinen unzähligen Designerläden zu fahren sowie einen Stopp beim Hotel "The Breaker" einzulegen. Nur übernachten werden wir hier nicht.









Kurz nach 11 sind wir dann endlich in unserem Hotel in der Nähe von Miami angekommen und, überglücklich über das tolle Zimmer, ins riesige Bett gefallen.

Den nächsten Tag sind wir ganz relaxt angegangen und fuhren erst gegen Mittag nach Miami Beach, wo wir gemütlich durch die Straßen sowie entlang des Ocean Drives spazierten. Das besondere dabei waren die vielen Häuser, die im Art Deco Style gebaut wurden (aus den 30er und 40er Jahren). Auch der Strand war ganz schön.

Leider erlebten wir an diesem Tag mehrere kräftige Schauer. Und so mussten wir zusehen, dass wir uns immer rechtzeitig in ein Geschäft oder Café flüchteten.







Unser Fazit für den Tag war allerdings: Miami Beach ist ganz nett, aber kein Ort, den man gesehen haben muss.

Montag, 24. Mai 2010

Walt Disney World - not only for Kids

Wie haben wir uns auf den heutigen Tag gefreut: Es ging nach EPCOT, einem von vier Disney Themen Parks in Orlando. Da können wir uns mal wieder wie ein Kind fühlen :-)

Im Vergleich zu meinen Erlebnissen im Six Flags Park, gab es hier sehr "sanfte" Fahrattraktionen. Eins der Highlights war dabei "Soarin", eine Simulation eines Paragliderfluges über Kalifornien. Während des "Fluges" blies uns Wind ins Gesicht, uns umgab der Duft von Orangenbäumen, als wir über sie "hinwegflogen", und ab und an hatten wir das Gefühl, dass unsere Füße gleich die Baumwipfel berühren,...

In der großen silbernen Kugel, man kann wohl sagen, dem Wahrzeichen von EPCOT, befindet sich das Spaceship Earth. Bei der Fahrt durch die Kugel wurden bedeutende historische Gegebenheiten dargestellt, von Höhlenmenschen, über Buchdruck, bis in die heutige Zeit. Dank des Sponsorings durch Siemens konnten wir den VIP Eingang nutzen und so das Anstehen umgehen.









Weitere Fahrattraktionen waren die "Teststrecke" von General Motors, ein fahrendes Kino über die Zeit der Dinosaurier, und eine Raketenflugsimulation zum Mars. Glücklicherweise war diese ohne Rückflug. Denn auf Grund des vielen Durchschüttelns, der wirkenden Kräfte und dem engen Raum, in dem das stattfand, hat sich mein Wohlbefinden rasch aus dem Staub gemacht. Zurück blieb ein unwohles Gefühl, dass ich so schnell nicht wieder los bekam.

Und so ließen wir die Fahrattraktionen zunächst hinter uns, und gingen zum zweiten Teil des Parks, in dem sich verschiedene Länder präsentierten. Da sind wir durch Norwegen, Deutschland (wo es zum Mittag eine Bratwurst mit Sauerkraut gab), Marokko, über den Markusplatz in Venedig, Japan und Frankreich spaziert, wobei alle waren sehr authentisch und einladend gestaltet waren. Es gab noch eine Menge mehr Länderpavillions, allerdings fehlte uns dafür die Zeit, denn wir wollten ja noch paar Fahrattraktionen erleben.

Na und das wichtigste fehlte ja auch noch: Fotos mit den Disney Figuren. Zwei hatten wir im Park getroffen: Die Schöne und die Chipmunks. Für Mickey & Co. gab es einen extra Fotoraum. Also stellten auch wir uns an der Schlange an, wartet ein Weilchen und bekamen schließlich unsere Bilder mit Mickey, Minnie, Pluto, Donald und Gufy. Beim nächsten Mal brauchen wir aber unbedingt auch ein Autogrammbuch, so wie es all die Kinder um uns herum ...

Zum Abschluss dieses unvergesslichen Tages gab es ein wunderschönes Feuerwerk mit Lasershow, das über einem See gestartet wurde.

Sonntag, 23. Mai 2010

Kennedy Space Center in Cape Canaveral

Das Kennedy Space Center hat uns mächtig beeindruckt. Es besteht aus zwei Bereichen: einem Besucherzentrum, in einem sehr sehr weitläufigen Gelände, auf denen Raumfahrtmissionen vorbereitet werden und die Startrampen stehen. Wie die meisten Attraktionen in den USA war es wunderbar anschaulich und abwechslungsreich gestaltet.

Im Besucherzentrum haben wir zunächst einen Blick in eine Raumfähre geworfen. Gleich daneben waren auch der riesige orangefarbene Tank und die zwei Trägerraketen ausgestellt. Bei einer Raketenstartsimulation konnten wir anschließend selbst erleben, wie sich der Start für einen Astronauten anfühlt. Dabei wurden wir so richtig durchgeschüttelt, was für ein Spaß! Im Rocket Garden waren dann noch weitere Raketen ausgestellt und ich konnte mal in einer Raumkapsel Platz nehmen. Kaum vorstellbar, dass darin drei Astronauten befördert wundert, denn was es drin nicht gab, war Platz.









Während der Mittagshitze haben wir uns ins 3D Kino "geflüchtet" und uns einen Film zur Hubble Mission angeschaut, bevor es am Nachmittag mit einem Bus hinaus ins Freigelände ging. Dabei erlebten wir eine interessante Tour, u.a. durch den Kontrollraum für Apollomissionen, standen unter einer originalen Mondrakete, sahen die Startrampen der Raketen...

Durch Zufall haben wir dann noch erfahren, dass für diese Nacht gegen 23 Uhr ein Raketenstart geplant war. Und so haben wir uns kurzerhand entschieden, den Abend an der Küste zu verbringen, um später den Start live mitzuerleben. Mit Minigolf und ein wenig Tanzen am Strand haben wir uns die Zeit vertrieben. Und als wir gegen elf dann in Cape Canaveral gemeinsam mit anderen Schaulustigen warteten, mussten wir leider erfahren, dass der Start verschoben wurde. Zu schade aber auch. Trotzdem war es ein toller Tag und wir fuhren glücklich zurück zu unserem Hotel in Orlando.

Samstag, 22. Mai 2010

Matthi!!!!!!!!

Endlich ist es wieder soweit: Matthi und ich sehen uns wieder. Statt in Philly trafen wir uns diesmal in Orlando, um gemeinsam eine Woche durch Florida zu reisen.

Unsere Flüge waren recht angenehm, und nun liegen wir gemütlich in unserem Hotelzimmer und freuen uns auf die bevorstehende Zeit. Am Sonntag geht es zunächst in das Kennedy Space Center in Cape Canaveral (schade, dass vergangene Woche der große Raketenstart stattfand) und am Montag steht Disney World mit dem Themenpark EPCOT auf dem Programm, bevor wir dann am Dienstag in Richtung Miami weiterfahren.

Liebe Grüße von den beiden glücklich Vereinten :-)

Sonntag, 16. Mai 2010

Italian Market Festival in Philly

Wie hatte ich mich auf Sonntag gefreut. Denn da war Italian Market Festival im Little Italy von Philly. Markt ist in dem Viertel fast täglich. Doch an diesem Wochenende wurde es zum Straßenfest ausgedehnt. Gemeinsam mit Loïc, er ist ebenfalls Praktikant bei Siemens, bin ich früh los, so dass wir den Italian Market "Erwachen" sahen. U.a. sind wir einer Gruppe begegnet, die ihre Pick-up kurzerhand zum Frühstücksplatz umfunktionierten, in dem sie einen Tisch und paar Bänke drauf platzierten. Manchmal können die großen Autos echt sehr praktisch sein :-)

Nach einem leckeren italienischen Kaffee sind wir weiter durch die Straßen spaziert und haben einfach nur die fröhliche Stimmung und das tolle Wetter genossen. Gegen Mittag fand dann eine Prozession mit Heiligenfiguren statt. Eigentlich hatte ich mir das etwas feierlicher vorgestellt. Stattdessen wurden die Figuren mehr oder weniger liebevoll durch die Straßen geschoben und von den Passanten Geldspenden eingesammelt. Na, wieder was gelernt. Kurz danach kamen dann auch noch Peter, ebenfalls ein Siemenspraktikant, und Dan, ein Kollege von mir, dazu. Gemeinsam haben wir dann unseren Weg fortgesetzt.









Und was es auf dem Markt alles an Süßem gab...einfach lecker. Wurde ich doch auch gleich zu einem spontanten Foto eingeladen :-) Etwas später sahen wir allerdings auch, wo so manche Leckereien zubereitet wurden. Wie in dieser Garage in einer kleinen Nebenstraße.









Gleich neben dem Little Italy verläuft die South Street - eine Straße mit unzähligen Bars, Restaurants, kleinen Geschäften und Künstlerläden. Ein bißchen wie die Neustadt in Dresden. In der Hausnummer 1020 sind die Magics Gardens daheim, ein Haus mit angeschlossenem Freigelände, die über und über mit Mosaiken, Fließen, Spiegeln, Glasflaschen, Fahrradfelgen,... dekoriert sind. Dank des tollen Sonnenscheins hat es überall geblinkt und geblitzt, und uns einen tollen Nachmittag bereitet.









Zum Abschluss dieses perfekten Sonntags haben Peter, Loïc und ich noch einen Abstecher in den Valley Forge Park gemacht, wo wir unserer Lieblingsbeschäftigung nachgingen. Genau, Frisbee. Auf dem Heimweg konnten wir dann endlich auch mal ein authentisches Foto unserer Kamikaze-Gänse schießen. Die sieht man hier sehr oft am Straßenrand oder auch auf dem Siemensgelände. Ihnen scheint es überhaupt nichts auszumachen, ihren Familienausflug an den Highway zu unternehmen (man beachte die kleinen Gänseküken). Das nenn ich mal Anpassung.

Sonntag, 9. Mai 2010

Excited about Cycling through New York City

Wie habe ich mich auf vergangenen Sonntag gefreut, denn wir fuhren endlich wieder nach New York City. Wie ich diese Stadt liebe! Und da es nun schon das neunte Mal war, dass ich die Stadt der Städte besuchte, hab ich mir etwas ganz besonderes einfallen lassen: eine Fahrradtour durch Manhattan. Allerdings konnte ich Andreas, Christian und seine Freundin Juliane nicht davon überzeugen, gemeinsam eine Radtour durch die Stadt zu machen. Und so habe ich mir allein ein Rad ausgeliehen und bin drei Stunden durch die Stadt gedüst. Dabei war es zu keiner Zeit gefährlich auf den Straßen, denn es gab überraschend viele Radwege, insbesondere auf den großen Straßen, oder ich bin einfach die kleineren Straßen gefahren, entlang denen es sowieso mehr zu entdecken gibt. Gelegentlich habe ich angehalten, um Fotos von interessanten Ecken Manhattans zu schießen. So u.a. diese. Schaut dabei mal genau ins Schaufenster:









Und ist euch was aufgefallen? Vielleicht das "Radeberger"-Schild? Ja, kaum zu glauben, dies war tatsächlich im Herzen Manhattans zu sehen.

Meine Tour führte mich weiter durch Chinatown und den Financial District - der zum Sonntag wie ausgestorben war - bis hinunter zur Südspitze von Manhattan. Von da aus wählte ich den Radweg entlang des Westufers Manhattans bis hinauf zur 50sten Straße. Auf dem Weg dahin passierte ich die Chelsea Piers mit seinen unzähligen Freizeitangeboten, u.a. eine Golfabschlaganlage in Richtung Hudson River - daher auch dieses riesige Netz.









Zum Abschluss meiner Tour fuhr ich zum Times Square, wo die Fahrt kurzzeitig unterbrochen wurde aufgrund der unglaublichen Menschenmassen. Daher hieß es "wer sein Fahrrad liebt der schiebt". Nach drei Stunden gab ich das Rad schweren Herzens wieder zurück, aber mit der Gewissheit, auf jeden Fall noch ein zweites Mal eine Radtour zu unternehmen, dann mehr in das nördliche Manhattan inklusive Central Park.

Den verbleibenden Nachmittag lief ich noch etwas durch die Straßen, wo sich mir u.a. diese interessanten Anblicke boten.









Schließlich traf ich Andreas, Christian und Juliane am Times Square wieder, um den Tag - zwar leider nicht bei einem Musical ausklingen zu lassen - dafür in einem kleinen Restaurant in Chinatown bei leckerem Essen.

Samstag, 8. Mai 2010

My 1st Anniversary in the US

Kaum zu glauben aber wahr: Heute vor einem Jahr bin ich zum ersten Mal in Philadelphia gelandet und habe damit meine Entdeckungstour im Land der unbegrenzten Möglichkeiten begonnen. Dabei waren die USA nie mein favorisiertes Land, zu viele Vorurteile (und Unwissenheit) schwirrte da wohl in meinem Kopf herum.

Und jetzt, ein Jahr später, habe ich dieses Land und seine Menschen in mein Herz geschlossen. Klar, es gibt auch Ecken und Kanten, aber eben auch viele Vorzüge. Keinen einzigen Tag möchte ich missen und ich freue mich auf die noch kommenden Wochen und Erlebnisse.

Was als nächstes geplant ist? Morgen fahren wir für einen Tag nach New York City. Und Ende Mai werde ich gemeinsam mit Matthi eine reichlich Woche durch Florida fahren. In zwei Wochen geht es schon los und wir freuen uns riesig darauf.

Samstag, 1. Mai 2010

1st May at the Beach in Cape May

Vergangenen Freitag haben wir die Woche mit einem gemütlichen BBQ-Abend bei Freunden ausklingen lassen. Immerhin konnten wir bis in die Nacht hinein draußen sitzen, ohne dass es eisig kalt wurde. Ja, so langsam fängt bei uns der Sommer an.

Der erste Mai war dann ebenfalls ein herrlich sommerlicher Tag. Nach ein bißchen Diplomarbeitschreiben am Morgen, sind Peter und ich nach dem Mittag zum Strand aufgebrochen; im Gepäck ein leckeres Picknick, Badesachen und natürlich unseren geliebten Frisbee. Als wir gegen vier in Cape May ankamen, haben wir es uns am Strand bequem gemacht und unsere Leckereien ausgepackt. Das blieb den Möwen natürlich nicht lange verborgen, und so wurden wir von ihnen "umgekreist". Allerdings trauten sie sich nicht ganz nah ran, und so blieben wir von einem "Möwenangriff" verschont. Vor 1 1/2 Jahren in Südengland hatten wir das anders erlebt. Da hat sich eine dreiste Möwe doch tatsächlich von hinten im Sturzflug auf Matthis Essen gestürzt, was abgebissen, und so schnell wie sie ankam, war sie auch wieder verschwunden. Dies hat mir einen gesunden Respekt vor den Vögeln verschafft. Doch die Möwen in Cape May waren friedlich.

Neben den Möwen gab es eine noch viel schönere tierische Begegnung: Delfine!!!! Vergangenes Jahr hatte wir in Cape May ja schonmal eine Delfinbeobachtungs-Bootstour unternommen, und dabei die Tiere auch nah am Strand gesehen. Zu unserer Freude schwammen auch diesmal einige von ihnen nah am Strand entlang. Meist sah man nur die Rückenflosse, aber der eine oder andere sprang dann auch mal kurz aus dem Wasser. Für mich ist dies jedesmal wieder ein unglaublich schönes Erlebnis, diese Tier in freier Natur zu erleben, anstatt in einem großen Pool bzw. Aquarium.

Was die Wassertemperatur des Atlantik betraf, so war diese noch immer eisig - geschätzte 13°C, weshalb wir wieder nur mit den Füßen hinein gingen. Statt baden zu gehen, holten wir dann den Frisbee raus. Allerdings spielten wir nicht nur zu zweit, denn zufälligerweise habe wir - ganz ohne Verabredung - Christian und seine Freundin auf der Strandpromenade getroffen, die das gesamte Wochenende in Cape May verbrachten. Gemeinsam haben wir einen wunderschönen Abend mit Frisbeespielen, Sonnenuntergangschauen und viel Quatschen verbracht, bevor Peter und ich gegen 22 Uhr die Heimfahrt antraten.


Sonntag, 11. April 2010

Barbecue at French Creek State Parc

Zum Abschluss eines entspannten Wochenendes haben Andreas, Christian, Peter und ich uns zum Barbecue im nahegelegenen French Creek State Park verabredet. Zum ersten Mal mit im Gepäck hatten wir Frisbees. Denn in dem riesigen Park gibt es eine Disc Golf Anlage. Dies ist ein Parcours, beim dem 18 Metallkörbe im Wald aufgehängt sind, in die man nacheinander mit dem Frisbee versucht hineinzutreffen - wie beim Golf. Für jeden Versuch erhält man einen Punkt. Da wir allerdings recht spät im Park ankamen, haben wir uns lieber auf das Grillen konzentriert und Disc Golf wird dann beim nächsten Mal gespielt.

Was das Grillen in Parks angeht, so ist dies hier sehr komfortabel, da meist zahlreiche Grillplätze vorhanden sind, ausgestattet mit Tischen, Bänken und Grillstelle und das Ganze ohne jegliche Anmeldung. Und so ließen wir es uns schmecken: erst die Hühnchenteile und Spieße und zum Nachtisch leckere braun-bis-schwarze Marshmallows - köstlich.

Montag, 5. April 2010

Sunny Easter Weekend in Maryland & Co.

Mein nunmehr zweites Wochenende in unserem riesigen Strandhaus in Rehoboth Beach, im Bundesstaat Delaware, war gekommen - gemeinsam mit etwa 30 anderen Interns. Die Wetteraussichten? Überragend! Es war Sommerwetter angekündigt, allerdings mit etwas kühleren Temperaturen an der Küste.

Freitag Nachmittag machten wir uns gleich nach der Arbeit auf den Weg. In Rehoboth Beach angekommen, ging es zunächst auf kleine Shoppingtour im nahegelegenen Outlet-Center und Supermarkt. So waren wir gerüstet für den Abend mit BBQ und einem - fast schon heißen - Bad im Jacuzzi, in dem wir die halbe Nacht verbrachten. An Schlaf war danach allerdings kaum zu denken, da es immer ein paar gab, die weiter feierten statt ins Bett zu gehen. Und so bekam ich gefühlte zwei Stunden Schlaf, bevor ich gegen acht Uhr aus meinem Schlafsack krabbelte und in meine Laufsachen schlüpfte. Die Chance, am Strand laufen zu gehen, wollte ich mir auf keinen Fall nehmen lassen. Draußen war von dem angekündigten Sonnenschein allerdings nicht viel zu sehen. Statt dessen war es neblig trüb, windig und kühl. Aber egal, ich will ja schließlich Laufen gehen und keine Schönwetterfotos schießen (dafür bleibt ja (hoffentlich) am nächsten Morgen noch Zeit).

Ach, war das Laufen wieder toll. Was das betrifft, würde ich doch am liebsten in Strandnähe wohnen und dann mindestens jeden zweiten Tag laufen gehen! Nach dem Frühstück hat sich unsere Freundes-Fotogruppe mal wieder auf Tour begeben. Unseren ersten Stopp legten wir bei der Goldenen Möve ein, um mit einem Kaffee gegen unsere Müdigkeit anzukämpfen. Da der aber kaum half, legten wir noch ein kleines Nickerchen ein, bevor es weiter ging nach Assateague Island, mit seinen naturbelassenen Stränden und freilebenden Pferden. Die Wildpferde waren diesmal tatsächlich richtig wild: Als sich eine Frau drei von ihnen näherte, um sie mit Äpfeln zu füttern, wurden diese richtig wütend und fingen sogar an, mit den Hinterbeinen nach ihr zu treten. Da hieß es, schnell in Deckung gehen. Glücklicherweise, ging alles gut aus. Bei einem anschließenden Strandspaziergang fanden wir u.a. eine gestrandete Boje, die sich super zum Fotografieren eignete.









Auf dem Rückweg haben wir (mal wieder) in Berlin, in meinem geliebten Bundesstaat Maryland, angehalten. Dank des guten Wetters konnten wir uns diesmal auch den Ort anschauen, der sehr liebevoll gestaltet ist. In einem Café haben wir uns über die Herkunft des Ortsnamens aufklären lassen: Nein, er stammt nicht von unserer Bundeshauptstadt, wäre ja auch zu einfach. Statt dessen gab es mal eine Familie Namens "Burleigh" die ein "Inn" (also ein Hotel) hier führte. Zieht man beide Wörter zusammen und verschluckt dabei ein paar Buchstaben - wie das ja so üblich ist - so ergibt sich "Berlin".

Als wir gerade überlegten, was wir denn zu Abend essen wollen, kamen wir an einem fast unscheinbaren Trucker-Imbiss vorbei. Dank der Schilder "open" kehrten wir ein und waren schließlich überwältigt von dem leckeren BBQ-Essen. Wir entschieden uns für Chicken Wings und Spareribs, und kamen einstimmig zu dem Schluss, noch nie zuvor so was leckeres vom Grill gegessen zu haben.









Damit die nächste Nacht nicht wieder schlaflos endet, haben wir uns mit in Christians Zimmer einquartiert, wo zwar jetzt kaum ein Quadratzentimeter Fußboden mehr nicht von Betten bzw. Schlafsäcken bedeckt war, aber dafür war es (einigermaßen) ruhig zum Schlafen. Mich hat die Sonne bereits um sieben geweckt, genau pünktlich um die Morgenstimmung am Strand zu genießen und ein paar tolle Fotos zu schießen.











Für den Tag hatten wir uns ein Ziel gesetzt: Die tausenden blühenden Kirschbäume in Washington DC zu bestaunen. Der Weg dahin führte uns auf Nebenstraßen durch viele kleine Ortschaften. In einer standen zwei toll glänzende Trucks neben der Straße, an denen wir nicht einfach so vorüber fahren konnten. Weiter ging es über mehrere, kilometerlange Brücken über die Chesapeake Bay. Nach einem kurzen Stopp an der Bucht, im Sandy Point State Park, fuhren wir nach Annapolis, dass ich bereits im Juli letzten Jahres so in mein Herz geschlossen habe, da es ist ein so schön anzuschauendes Städtchen ist. Mit den blühenden Kirsch- und Magnolienbäumen sah es sogar noch ein bißchen schöner aus. Und auch Andreas und Christian waren von der Einzigartigkeit dieses Ortes von der ersten Sekunde an angetan.









Am späten Nachmittag erreichten wir dann endlich unser Hauptziel: Washington DC, wo derzeit das Cheery Blossom Festival stattfindet. In der ganzen Stadt stehen blühende Kirschbäume, und ganz besonders viele am Tidal Bassin, unweit vom Weißen Haus. Im Strom der Menschenmassen liefen wir einmal um den See herum und genossen schließlich die Abendstimmung am Lincoln Memorial mit Blick auf das Capitol und Washington Monument (das ist der Obelisk), wo auch schon Forest Gump stand.









Dies war ein unvergesslich schöner Tag, oder besser gesagt ein unvergessliches Wochenende. Und so bin ich gegen ein Uhr morgens geschafft aber glücklich ins Bett gefallen. Wie ich mich am Montag fühlte? Müüüüüüüüüüde und trääääääääääääääge, so dass ich mich den ganzen Tag darauf freute, früh ins Bett zu gehen und endlich wieder ungestört zu schlafen.