Mittwoch, 15. Juli 2009

Happy 4th in Washington D.C.

Am 03. Juli war bei uns frei. So hatte ich nun schon ein zweites langes Wochenende, um auf Reisen zu gehen. Und was kann es Schöneres geben, als den Nationalfeiertag in der Hauptstadt zu feiern? Also hieß es für mich: Auf nach Washington. Ausgestattet mit Zelt, Isomatte, Schlafsack und Minitrangia - ja, das gibt es hier - ging es diesmal alleine los. Zum Übernachten hatte ich mir einen schönen Platz im Norden der Stadt ausgesucht, der mitten im Wald gelegen war - sehr idyllisch. Doch ein was war komisch an diesem amerikanischen Campingplatz ... es gab keinen Küchen-/Aufwaschbereich. Aber warum auch, wer will denn sein Einweggeschirr schon zweimal verwenden?! Und wer was Warmes essen möchte, macht Barbecue. Denn einen Grill gab es auf jedem Stellplatz.

Nachdem das Zelt am frühen Nachmittag stand und "eingerichtet" war, fuhr ich weiter in Richtung Atlantikküste nach Annapolis, der Hauptstadt vom Bundesstaat Maryland. Was für eine wundervolle Stadt mit ihren vielen kleinen, bezaubernden Häusern und Geschäften. Und wieder einmal wurde ich an unseren Englandurlaub im vergangenen Jahr erinnert, so ähnlich sieht das hier aus. Bei einer Bootstour konnten wir nicht nur die vielen Schiffe im Hafen sehen, sondern auch die vielen Villen, die entlang des Wassers gebaut wurden. Als ob jeder, der etwas mehr Geld hat, aus Washington wegzieht und sich hier sein Traumhaus bauen lässt.







Am Samstagmorgen bin ich früh los nach Washington, um mir die traditionelle Parade anzuschauen. Die ganze Stadt war in rot-blau-weiß getauch, Fahnen wurden geschwenkt und tausende Menschen säumten die Straßen. Etwa zwei Stunden lang zog ein Wagen bzw. eine Gruppe nach der anderen an uns vorbei, wobei jeder Bundesstaat vertreten war. Dazu noch Freundschaftsbekundungen anderer Länder an die USA. Insgesamt also ein sehr buntes und patriotisches Erlebnis und man spürte immer wieder mal die Bedeutung dieses Tages für die US-Bürger.







Bei der anschließenden Stadttour ging es vorbei am Weißen Haus, dem Washington Monument, das am Abend in Feuerwerk "gehüllt" wurde bis hin zum Capital, das vor allem bei Nacht sehr beeindruckend aussah.







Am Sonntag verließ mich der Sonnenschein, weshalb ich mich leider gegen den Strand und stattdessen für eine Fahrt nach Alexandria entschieden habe, eine kleinere Stadt unweit von Washington. In einer ehemaligen Torpedofabrik kann man heute durch viele kleine Künstleratelliers spazieren und die Straßen der Stadt sind wieder gesäumt von wunderschönen Reihenhäusern mit vielen Geschäfte. Zu den Hauptattraktion gehörte das George Washigton Monument mit einer großen Statue von Washington und verschiedenen Wandmalereien und Ausstellungsstücken.










Dann war es schon wieder Zeit, mich auf den Heimweg zu machen. Drei Stunden Fahrt lagen vor mir und auch die sind wie im Flug vergangen. Mein Fazit zu dem Wochenende: Ich hätte mir keinen besseren Tag für einen Besuch von Washington aussuchen können.

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